15.04.2020 Mittwoch  Aktuelle Informationen des Vorsitzenden

Corona-Pandemie – wie geht es weiter?

Liebe Kameradinnen und Kameraden,


als ich meine letzte Information an euch verschickt habe, hätte ich nicht gedacht, dass die Ein-schnitte in unser Vereinsleben so gravierend sind. Zwischenzeitlich wissen wir, dass es in Europa eine vergleichbare Situation seit dem letzten Krieg nicht mehr gegeben hat. Unsere Gesellschaft ächzt unter den – zweifellos alternativlosen – Restriktionen, die die Verantwortlichen in Bund, Land und Kommunen verfügen mussten, um Leben zu retten.

Ist die DLRG als Rettungs- und Katastrophenschutzeinheit im Einsatz?
Die DLRG ist in Baden-Württemberg fester Bestandteil des Katastrophenschutzes. Unsere Orts-gruppe stellt, gemeinsam mit dem Bezirk Reutlingen, den siebten Wasser-Rettungszug des Landes. Das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg hat all seine Katastrophenschutzeinheiten um regelmäßige Stärkemeldungen gebeten. Deshalb muss auch unser Ressort Einsatz seit rund vier Wochen eine tagesaktuelle Übersicht aller zur Verfügung stehender Einsatzkräfte führen. Nur wenige Stunden nach der ersten Abfrage konnte die Liste vollständig ausgefüllt nach Stuttgart geschickt werden. Zu einem Einsatz kam es für die Helfer der DLRG Ulm bislang zwar noch nicht, ich danke euch aber sehr, dass ihr auch in dieser Situation bereit seid, den Menschen zu helfen, deren Leben von diesem heimtückischen Virus bedroht ist. Seit Beginn der Krise sind die Lage- und Koordinierungszentren der DLRG auf Landes- und Bundesebene im Einsatz, um notfalls schnell reagieren zu können.

Welche finanziellen Auswirkungen hat die Krise für uns?
Unsere Ortsgruppe ist auch noch in anderer Hinsicht von der Krise betroffen. Ersten Hochrechnungen zufolge werden uns die Auswirkungen zwischen 25.000 € und 30.000 € kosten. Das liegt einerseits daran, dass Schwimmkurse nicht wie geplant stattfinden können und auch einige Ver-anstaltungen, bei denen wir regelmäßig für die Sicherheit am und im Wasser engagiert werden, bereits abgesagt worden sind, darunter das Donaufest. Wir können, nein wir müssen, nun die Früchte der soliden Finanzwirtschaft in den zurückliegenden Jahren ernten und Rücklagen auflösen. Wenn sich die Lage nicht weiter verschlechtert, bin ich zuversichtlich, dass wir trotz der gravierenden Verluste mit einem „blauen Auge“ davonkommen werden.

Wie geht es mit dem Neubau voran?
Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig ein funktionierendes Rettungswesen und ein einsatzbereiter Katastrophenschutz ist. Wie richtig und wichtig die Entscheidung des Ulmer Gemeinderates war, für die DLRG ein modernes Wasser-Rettungszentrum zu errichten, zeigt die aktuelle Situation noch einmal deutlich auf. Deshalb möchte ich dieses Schreiben auch zum Anlass nehmen, um euch über den Fortgang unseres Bauprojektes zu berichten: Zwischenzeitlich hat unser Bauausschuss die bisherigen Planungen mit der Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Ulm (PEG Ulm) soweit abgestimmt, dass der Mietvertrag unterschrieben werden kann. Der Justiziar des DLRG-Landesverbandes Württemberg e. V. war in die Vertragsverhandlungen eingebunden und hat sein „Ok“ zum Mietvertrag gegeben. Des Mietvertrags bedarf es bereits jetzt, um der PEG Ulm nun die notwendige Sicherheit für den Beginn der Baumaßnahmen zu geben. Unser Bauprojekt schreitet also mit großen Schritten voran und ich danke allen Beteiligten sehr für ihre hervorragende Arbeit.

Nun wünsche ich euch frohe und gesegnete Ostern und hoffe, dass ihr – trotz der herrschenden Beschränkungen – eine schöne Zeit verbringen und das gute Wetter genießen könnt.

Herzliche Grüße und bleibt alle gesund!
Markus Häußler
Vorsitzender

Kategorie(n)
Sonstiges, Ortsgruppe

Von: Markus Häußler

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